Es ist in keinem anderen das Heil;

denn es ist kein anderer Name

unter dem Himmel den Menschen gegeben,

in dem wir gerettet werden sollen!
Apg. 4,12

 

 

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Gesammelte Brocken (206) (Di, 22 Mai 2018)
Worte eines Christen, der aufgrund seines Glaubens verfolgt, verhaftet und gefoltert wurde (20 Jahre Arbeitslager): „Gib nie in der Freiheit das auf, was wir in der schlimmsten Verfolgung nicht aufgegeben haben!“ Du brauchst den Weg der Entmutigung nicht alleine zu gehen – denn Christus kommt hinzu. Das haben schon die Emmaus-Jünger erfahren (Lk 24). Das wird auch deine Erfahrung sein. Jemand sagte mal zu Recht: Du wirst nie wissen, dass Jesus für alles genügt, bis Jesus wirklich noch alles ist, was du noch hast. Evangelium: Es gibt kein „Zu schlecht“, aber es gibt ein „Zu spät“. Es herrscht heute in religiösen Dingen oft Buffet-Mentalität: Man stellt sich sein Glaubensmenü selbst zusammen. Manche Leute haben ein Problem mit Gott (“Warum lässt er das alles zu?“ etc.). Sie verstehen jedoch nicht, dass Gott ein Problem mit ihnen hat (weil der Mensch sündig ist). Es ist nicht einfach zuzugeben, dass wir ein moralischer Voll-Flop sind. Aber nur über diese Erkenntnis und die Buße öffnet sich das Tor zum göttlichen Segen.
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Verstand (Mo, 21 Mai 2018)
Bibelstellen: 2. Mose 31,1-5 Das erste Mal begegnet uns das Wort „Verstand“ in der Bibel in 2. Mose 31: „Und der HERR redete zu Mose und sprach: Siehe ich habe Bezaleel … mit Namen berufen und habe ihn mit dem Geist Gottes erfüllt, in Weisheit und in Verstand und in Kenntnis und in jedem Werk; um Kunstreiches zu ersinnen …, um zu arbeiten in jedem Werk“ (2Mo 31,1–5). Wenn Gott ein Wort das erste Mal erwähnt, teilt er uns dabei oft etwas Grundsätzliches mit. Gott hatte Mose Anweisungen zum Bau des Zeltes der Zusammenkunft gegeben. Er hatte den Auftrag, es genau so zu machen, wie Gott es ihm gezeigt und gesagt hatte. Und Gott hatte dafür auch einen Mann, nämlich Bezaleel – und andere ihm als Hilfe – bestimmt, damit er diesen Auftrag praktisch umzusetzte. Alles, was Bezaleel dafür an Fähigkeiten brauchte, bekam er von Gott: Er wurde erfüllt mit dem Geist Gottes, denn es ging um eine Aufgabe im Werk des Herrn. Er bekam auch die praktischen Fähigkeiten, um das Richtige zu tun. Dazu gehörte auch der Verstand. Was lernen wir daraus? Jede Fähigkeit, die wir als Menschen haben: Unseren Verstand (Intelligenz), Kreativität, handwerkliches Geschick, etc. kommt von Gott. Wir können uns nichts darauf einbilden, als ob es aus uns selbst käme. Wir können unseren Verstand nur richtig unter der Leitung des Geistes Gottes gebrauchen. Gottes Wille, den er uns in seinem Wort offenbart hat und den der Geist Gottes uns klarmacht, lenkt auch unseren Verstand in die richtige Richtung (vgl. 2. Kor 10,5). Wenn wir unseren Verstand der Leitung des Geistes Gottes unterwerfen, kann Gott uns für jede Aufgabe gebrauchen, die er uns gibt (vgl. 2. Tim 3,16.17). Bezaleel und die mit ihm waren kamen dem Auftrag Gottes gehorsam nach: „Und Bezaleel und Oholiab und alle Männer … taten nach allem, was der HERR geboten hatte“ (2. Mo 36,1). Ihr Gehorsam wird von Gott gesehen und in seinem Wort festgehalten. Ein Ansporn, auch für dich und mich. Der Herr hat uns einen Verstand gegeben, damit wir unsere Aufgaben für ihn auch in unserer täglichen, irdischen Arbeit tun, wie er es will. Dirk Mütze
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Christi Vorzug (So, 20 Mai 2018)
Bibelstellen: Johannes 20,17 Es ist beachtlich, dass der Herr die besondere Würde seiner Person hervorhob, wenn er sich unter den Menschen bewegte, und auch, wenn er sich mit Jüngern verband. Er sagte zu den Menschen, die um eine Ehebrecherin sich säumten: „Wer von euch (nicht: uns!) ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein auf sie“ (Joh 8). Oder bei einer anderen Gelegenheit: „Unter den von Menschen Geborenen (nicht: unter uns Geborenen) war kein Größerer als Johannes der Täufer.“ Der Herr sagte zu Petrus, der behauptet hatte, dass sein Meister die Tempelsteuer zahlen würde: „Damit wir ihnen aber keinen Anstoß geben, geh an den See, wirf eine Angel aus und nimm den ersten Fisch, der heraufkommt, tu sein Maul auf, und du wirst einen Stater finden; den nimm und gib ihnen für mich und dich (nicht: für uns; auch nicht: für dich und mich, sondern: für mich und für dich).“ Und in Auferstehung sprach er von „meinem Vater“ und „eurem Vater“, aber nicht von „unserem Vater“ (Joh 20). Er hat in allem den Vorrang! Gerrid Setzer
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Er wollte nicht allein bleiben (Sa, 19 Mai 2018)
Bibelstellen: Johannes 12,24; 13,1; 14,2.3;17,24 Nicht mehr lange und der Sohn Gottes würde aus dieser Welt zum Vater zurückkehren (Joh 13,1). Zuvor aber würde er das Werk vollbringen, welches der Vater ihm gegeben hatte (Joh 17,4). In Johannes 10 hatte der Herr bereits gesagt: „Darum liebt mich der Vater, weil ich mein Leben lasse, damit ich es wiedernehme. Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir selbst. Ich habe Gewalt, es zu lassen, und habe Gewalt, es wiederzunehmen. Dieses Gebot habe ich von meinem Vater empfangen“ (Joh 10,17.18). Nun stand er kurz davor, sein Leben zu geben. Die Welt würde erkennen, dass er den Vater liebt und so tut, wie der Vater ihm geboten hatte (Joh 14,31). In den letzten Stunden auf dem Weg von dem Obersaal, durch das Kidrontal bis in den Garten Gethsemane, wo man ihn schließlich verhaften würde, kümmert der Herr sich liebevoll um seine Jünger. Für sie würde sich alles verändern. Ihr Herr, mit dem sie drei Jahre lange auf engste verbunden war, den sie persönlich kannten, würde nicht mehr körperlich bei ihnen sein. Doch er würde sie nicht verwaist in dieser Welt zurücklassen (Joh 14,18), sondern den Sachwalter zu ihnen senden (Joh 15,26). Es war sogar nützlich, dass der Herr weggeht, damit der Sachwalter komme (Joh 16,7). Für die Jünger war das zu diesem Zeitpunkt noch zukünftig. Seit Pfingsten (Apg 2) ist der Heilige Geist nun auf der Erde und wohnt sowohl in dem Gläubigen individuell (1. Kor 6,19) als auch in der Versammlung korporativ (1. Kor 3,16). Daneben durften die Jünger noch wissen, dass der Herr, wenn auch nicht mehr körperlich, doch bei ihnen sein werde, was der Herr ihnen dann noch später zusicherte (Mt 28,20). Doch neben diesen Wahrheiten, stellt der Herr ihnen hier im Obersaal eine viel herrlichere Wahrheit vor: „In dem Haus meines Vaters sind viele Wohnungen …  Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit, wo ich bin, euch ihr seiet“ (Joh 14,2.3). Später in Johannes 17 sagte der Herr Jesus noch einmal: „Vater, ich will, dass die, die du mir gegeben hast, auch bei mir seien, wo ich bin, damit sie meine Herrlichkeit schauen, die du mir gegeben hast“ (Joh 17,24). Was für ein Ziel, was für ein Trost, was für ein Ausblick, den der Herr hier seinen Jüngern vorstellt! Ja, sie würden wieder Gemeinschaft mit ihrem Herrn haben und mit ihm mit dem Vater. Aber eben nicht hier auf der Erde, sondern in der herrlichen Sphäre des Vaterhauses. Doch bevor das möglich werden konnte, musste die Stätte bereitet werden. Das redet davon, dass der Herr Jesus als Mensch zu dem Vater zurückkehren würde. Wir dürfen wissen, dass dort im Haus des Vaters nun ein Mensch ist – der verherrlichte Mensch Jesus Christus. Aber er ist nicht in das Haus des Vaters gezogen, um dort allein mit dem Vater zu sein, sondern vielmehr um das Vaterhaus für viele zu öffnen! Es ist ein Haus mit „vielen Wohnungen“, die bereitet sind für die Seinen. Wenn wir jetzt in den Himmel sehen, dann sehen wir einen verherrlichten Herrn (vgl. Heb 2,9). Wir dürfen wissen, dass wir genau dort, wo er ist, auch einmal sein werden, ja, wir werden auch „ihm gleich sein …, denn wir werden ihn sehen, wie er ist“ (1. Joh 3,2). Doch der Weg des Herrn zur Herrlichkeit führte ihn durch Leiden: „Musste nicht der Christus dies leiden und in seine Herrlichkeit eingehen?“ (Lk 24,26). Wenn wir den Herrn Jesus auch „mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt“ sehen (Heb 2,9), dann stimmt es dennoch, dass er „ein wenig unter die Engel, wegen der Leiden des Todes erniedrigt war“. Und wenn er auch wegen der vor ihm liegenden Freude das Kreuz erduldete und sich auch gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes, dann hat das trotzdem die Schande des Kreuzes für ihn bedeutet (Heb 12,2). Christus musste einmal für Sünden leiden, „der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führe“ (1. Pet 3,18). Dieser Leidensweg war für den Herrn Jesus unausweichlich. Er musste der „Mann der Schmerzen werden und mit Leiden vertraut“ (Jes 53,3). Einsam, still und unverstanden war er hier diesen Weg über diese Erde gegangen. Wer von den Menschen hatte wirklich verstanden, was sein Herz beschäftigte? Von den Menschen konnte er nur Feindschaft erwarten. Und jetzt, kurz vor seinem Tod, hatten ihn sogar alle seine Jünger verlassen (Mt 26,56). Vergeblich hatte er nach Mitleid und nach Tröstern gesucht, doch da war niemand (vgl. Ps 69,21). Wie schwer fällt es uns schon, diese Einsamkeit des Herrn nachzuempfinden. Wohl kaum jemand von uns – und wenn doch, dann nur in schwacher Form – hat es erfahren, wenn es wirklich keinen gibt, dem man sich anvertrauen kann, der einen versteht. Und doch musste der Herr in die noch größere Einsamkeit des Gottverlassenseins gehen. In seinem ganzen Leben hatte David es niemals gesehen, dass ein Gerechter von Gott verlassen war (Ps 37,25). Er konnte von den vielen Generationen vor ihm berichten, wie sie auf Gott vertraut hatten und errettet worden waren. „Zu dir schrien sie und wurden errettet; sie vertrauten auf dich und wurden nicht beschämt“ (Ps 22,5.6.). Und doch hören wir am Kreuz „den Heiligen und Gerechten“ (Apg 3,14) rufen: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (Mt 27,46), als er in das Gericht eines heiligen und gerechten Gottes über Sünde und Sünden ging. Meine Sünden. Deine Sünden. Er musste diesen Weg gehen, sonst wäre das Weizenkorn allein geblieben. Nur wenn das Weizenkorn in die Erde fällt und stirbt, bringt es viel Frucht (Joh 12,24). Doch er wollte nicht allein bleiben. Darum litt er. Darum starb er. Der Himmel steht offen; Herz, weißt du, warum? Weil Jesus gekämpft und geblutet: darum. Auf Golgathas Hügel, da litt Er für dich, als Er für die Sünder am Kreuze erblich. Friedemann Werkshage
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