Vergänglichkeit

 

Jahre gehen, fliegen, eilen,

mit ihnen Leid, mit ihnen Glück,

wollen dauerhaft nicht weilen,

kehren niemals mehr zurück.

 

Schöne Tage, sie vergehen,

sind oft allzu schnell vorbei,

doch lange währt's, wenn Leid geschehen

und Trauer, Hass, Wut und Geschrei.

 

Dem können wir uns nicht entwinden,

nie fliehen vor der Zeiten Lauf.

Wir werden Glück und Leid stets finden,

und beides hört im Wechsel auf.

 

Da sind Stunden froher Jugendtage

nicht vergessen, doch vorbei;

kein Grund für Trauer und für Klage,

doch auch nicht für den Freudenschrei.

 

Junges Lieben, junges Streben,

Beruf, Familie, ein Daheim

wollen Sinn dem Leben geben;

dennoch, zeitlich ist ihr Keim.

 

Not und Tod sind gegenwärtig,

Kriege, Mobbing, blanker Neid.

Menschen sind nicht friedensfähig;

es enden niemals Hass und Streit.

 

Zeit ist nur begrenzt gespendet,

sie fliegt rasend schnell dahin,

manche Chance kommt und endet,

wird ungenutzt vorüber ziehn.

 

Unser Wirken das ist endlich,

Menschen kommen, Menschen gehn.

Warum können sie nicht redlich

sich vertragen und verstehn?

 

Gott hat uns die Zeit gegeben

aber Streit den gab er nicht.

Er schenkt Frieden stets und Leben,

schafft eine völlig neue Sicht.

 

Zu solchem Frieden beizutragen

ist mir Auftrag, ist dir Pflicht!

Mit Gottes Hilfe enden Klagen

und in Nöten wird es licht.

 

© Martin Volpert, 2003